Rehabilitation des Bewegungsapparates

Im Heilbad-Krankenhaus wurde – als zweite Spezialabteilung von Ungarn auf dem Lande – im Jahre 1977 die Rehabilitationsabteilung für Bewegungsorgane errichtet. Die Rehabilitation unterscheidet sich von ihrer Zielsetzung und Methoden her von der traditionellen Heilmedizin, da diese sich ein Ziel setzt - wobei sie sich mit Menschen beschäftigt, die an der Teilnahme an den für Menschen charakteristischen Tätigkeiten und gesellschaftlichen Ereignissen gehindert sind - das ermöglicht, dass der Kranke des eiteren je selbständiger, ein je vollständigeres Leben leben kann.

Im Laufe der Rehabilitation der Patienten mit Krankheiten des Bewegungsapparates setzen wir alle Elemente der im Insitut vorhandenen komplexen Physiotherapie ein, die wir nach Zustandsermittlung des Patienten mit individuellem Rehabilitationsplan ergänzt haben. An der Erreichung der geplanten Zielsetzungen wirken die Vertreter von mehreren Fachbereichen im Rahmen einer Teamarbeit mit. Nach der Rehabilitation kann der Kranke, seine erhalten gebliebenen Fähigkeiten entwickelt, verstärkt – und bei Bedarf mit Hilfsmittel ersetzt - in sein Heim heimkehren.

Das 'Zsigmondy Vilmos' Heilbad-Krankenhaus Harkány führt eine erfolgreiche und im Kreise der Patienten beliebte Rehabilitationstätigkeit in einer Umgebung, die für Schwerbehinderten völlig zugänglich ist, in den nachstehenden Krankheitsgruppen durch:

  1. Rheumatologische Krankheiten mit Entzündungen
    • Chronische Zustände von rheumatoider Arthritis und sonstigen autoimmunen Gelenkentzündungen
    • Gelenkentzündungen in Verbindung mit Psoriasis
  2. Gelenk- und Wirbelsäulekrankheiten wegen Verschleiss (degenerativ)
    • Knorpelscheibekrankheiten
    • Periphäre Gelenkarthrosis (Hüpfen, Knie, Kleingelenk, etc.)
  3. Weichteil-Rheumatismen
    • Fibromyalgie, Krankheiten von Sehnen, Bändern, Bursas
  4. Stoffwechsel- und Bewegungsapparatveränderungen als Begleitkrankheiten von sonstigen internistischen Grundkrankheiten
    • Osteoporose
    • Gicht
    • Arthropathia diabetica, Angio- und Neuropathie
    • Chronische Nierenkrankheiten
    • Obersität
  5. Unfallverletzte, Posttraumatische Zustände
  6. Zustände nach Gelenkprotheseoperation und sonstigen orthopädischen Operationen
  7. Kranken, die eine Knorpelscheibeoperation und sonstige neurochirurgische Operation hatten
  8. Wegen Gefässverengung oder Unfall amputierte Kranken
  9. Rückenmarkverletzte, Schädel- und/oder Gehirnverletzte, Stroke-Kranke, die sich bereits an der früheren Neurorehabilitation beteiligt haben
  10. Organische neurologische Krankheiten (z.B. Guillain–Barré-Syndrome, Sclerosis multiplex, Myopathien, periphere Nervenbeschädigungen, etc.)

Die Voraussetzung für die Rehabilitation ist das Nichtvorhandensein von allen Begleitkrankheiten, die die Inanspruchnahme eines grossen Teils der Behandlungen unmöglich machen.

In unserem Krankenhaus sind derzeit 210 Betten für die Rehabilitation des Bewegungsapparates in Betrieb.